Warum der King ohne seine Queen nichts Wert ist

By Kevin | WordPress

Jul 05

Design-ist-QueenVor einiger Zeit waren wir in einem Geschäft und sind nach gefühlten 30 Sekunden sofort wieder raus gegangen. Was das mit einem blauen Rührei und deiner Webseite zu tun hat, erfährst du in diesem Beitrag.

Vielleicht kennst du das Gefühl auch.

Du kommst in ein Geschäft und fühlst dich von Anfang an nicht wohl.

Dir gefällt die Atmosphäre nicht, die Aufteilung sagt dir nicht zu und überhaupt hat der Laden irgendwas von einer Mischung aus Ramschladen und Restpostenverkauf. Alles ist durcheinander, es muffelt irgendwie komisch und überall hängen solche neonfarbenden Niedrigpreisschilder.

Naja, 2 Mal waren wir in diesem Laden und sind einmal durchgerannt, ohne uns auch nur irgendetwas genauer anzusehen, weil die Atmosphäre einfach zu schmuddelig war, um ein „Shopping Feeling“ aufzubauen.

Doch aller guten Dinge sind 3, sagt man ja so schön

Der dritte Besuch in diesem Geschäft entstand eher aus einer Not heraus. Es stand ein Geburtstag an und wir haben einfach kein Geschenk gefunden. Also haben wir uns für einen dritten Besuch in dem „Ramschladen“ entschieden und waren am Ende verblüfft.

Über 1 Stunde waren wir drin, weil wir genauer hin gesehen haben. Dieses Geschäft platze aus allen Nähten vor Qualitätsware renommierter Marken/Hersteller. Das Angebot war sehr vielfältig und fern ab von Ramsch. Man konnte wirklich alles bekommen. Von Mode, über Technik, Dekoration, Kosmetik und Lebensmittel.

Nach dem wir wieder aus dem Laden raus waren haben wir uns gedacht:

Wenn die ein hübscheres Design hätten, eine schönere Beleuchtung, eine gute Aufteilung und ihre Ware besser präsentieren würden, würde ihr Umsatz um ein vielfaches steigen.

Was hat das nun alles mit einer Website zutun fragst du dich jetzt sicherlich? Ich will dich nicht länger mit unserer Story nerven, aber dadurch sind wir auf diese Artikel Idee gekommen 😉

Content ist King – oder etwa nicht?

Das Sprichwort kennst du mit Sicherheit. An jeder Ecke wird davon gesprochen, dass die Inhalte das A und O sind, das jeder Artikel perfekt sein muss, dass immer ein Mehrwert gegeben werden muss.

Das ist auch soweit richtig.

Aber kennst du auch das Sprichwort:

Content ist King und Design ist die Queen

Darüber berichten nur die wenigsten, dabei spielt auch das Design eine extrem wichtige Rolle.

Der erste Eindruck zählt.

Das ist bei jedem Menschen eingebrannt und das wird man auch sicherlich nicht einfach so ändern können. Um die Bedürfnisse deiner Besucher zu befriedigen, sind hilfreiche Artikel sehr wichtig. Blöd ist nur, wenn diese Besucher deine hilfreichen Artikel gar nicht erst lesen, weil der erste Eindruck der Website nicht gepasst hat.

Um das mit meinem Beispiel des oben erwähnten Geschäftes zu erklären:

Erst beim dritten Mal haben wir dem Geschäft die Chance gegeben uns zu zeigen, was es im Angebot hat. Soviel Zeit hat man im Internet aber nicht. In der Regel kommt man nicht 3 Mal auf derselben Seite vorbei und schon gar nicht entscheidet man sich dann doch, den Inhalt zu lesen. Sollte man zufällig doch mal wieder auf dieser Seite landen, erinnert man sich daran das man dort schon mal war und klickt direkt wieder weg.

Im Internet nimmt sich ein Benutzer nur wenige Sekunden Zeit um zu entscheiden, ob er den Inhalt dieser Website lesen wird oder ob er gleich wieder weg klickt und sich wo anders umschaut.

In diesen wenigen Sekunden zählt nicht der Content, sondern hier zählt das Design – dein Internetauftritt.

Genau wie in einem Geschäft, einem Restaurant, einem Supermarkt oder jeglicher anderer Location wollen Menschen sich wohlfühlen.

10 Quick Facts, die der absolute Besucher und Umsatz-Killer sind

Killer Nr1. Zu viele Werbebanner

Es gibt fast nichts Schlimmeres als eine Website, die mit etlichen Werbebannern überflutet ist. Diese Umgebung lässt sofort ein schlechtes Gefühl aufkommen. Es sieht ganz danach aus, als würde hier alles verramscht werden, nur um irgendwie auf Biegen und Brechen ein paar Euros zu verdienen.

Killer Nr2. Eine Schlechte Navigation

Wenn man es schon geschafft hat, das ein Benutzer auf der Website bleibt, dann muss man es ihm auch möglichst einfach machen, sich auf der Webseite zurechtzufinden. Extrem verschachtelte Menüs, unsortierte Navigatoren, schlechte Kategorisierungen etc. sind ein absoluter Besucherkiller.

Wer läuft schon gerne in einem Geschäft herum, wo man absolut nichts finden kann, weil jegliche Ausschilderung fehlt oder falsch ist?

Killer Nr3. Ein Meer von Farben

Es darf gerne mit Farben gespielt werden, jedoch passen Neon grün, blau, orange, gelb und vielleicht noch ein schönes Signalrot nicht wirklich gut zusammen. Sowas verjagt jeden Besucher, denn er stempelt diese Seite gleich als Spam/unseriös ab. Lesen könnte er wahrscheinlich auch nichts 🙂

Killer Nr4. Deine User müssen warten

Lange Ladezeiten findet nicht nur Google blöd, sondern auch deine Besucher sind nicht begeistert davon, wenn sie sich gerne einen Artikel bei dir durchlesen möchten, der aber sehr lange braucht, um zu laden. Diese Besucher sind schnell wieder weg und schauen sich woanders um. Schließlich hat nicht jeder DSL 120 000 (wir leider auch noch nicht 😉 ).

Killer Nr:5 Es fehlt eine Struktur

In deinen Artikeln fehlt eine Struktur. Du schreibst ohne Zwischenüberschriften, die deinen Lesern das lesen erleichtern. Texte, die durch einen schlechten Lesefluss schlecht zu verdauen sind, werden nicht gern gelesen und werden schnell wieder weg geklickt.

Hey Scanner dieser Absatz ist für dich! 😉

Der Besucher scannt einen Artikel gern durch, um auf einen Blick sehen zu können ob es sich lohnt, den gesamten Artikel zu lesen oder nicht.

Killer Nr.6 Deine Formatierung stimmt nicht

Du benutzt eine sehr kleine oder abstrakte Schriftart, die man kaum lesen kann. Zudem machst du keine Absätze, benutzt zu viel kursiv/fett Schrift die deine Texte schwer zu lesen machen.

Killer Nr.7 Der Kontrast ist schlecht

Du hast z.B. einen dunklen Seitenhintergrund und nutzt eine dunkelgraue Schriftfarbe, die sich nicht stark genug vom Untergrund abhebt.

Oder du hast einen blauen Hintergrund und rote Schrift, was wie ein Autounfall für deine Augen ist.

Oder du verwendest einen stark strukurierten Hintergrund, auf dem du deine Texte präsentierst. Das sieht nicht nur unordentlich aus, so ein Hintergrund macht es auch verdammt schwer deinen Text zu lesen.

Killer Nr8. Du präsentierst dich nicht

Jemand besucht deine Seite und weiß nicht, bei wem er da gelandet ist. Außer einem Impressum findet er nichts über dich. Es gibt keine „Über mich“ Sektion, kein Bild oder sonstige Infos über dich.

Killer Nr.9 Du zeigst nicht was du hast

Statt deine eigenen Inhalte zu präsentieren, schickst du deine Besucher direkt weiter auf fremde Webseiten, in dem du an den wichtigsten Stellen fremde Banner einbaust. Stattdessen solltest du versuchen deinen Besucher möglichst lange auf deiner Webseite zu halten, z.B. durch Empfehlungen zu weiterführendem Content.

Killer Nr.10 Du denkst nicht im Voraus

Nirgendwo auf deiner Seite findet man Newsletter Eintrage-Felder. Du baust dir keine eigene Email Liste auf und gibst deinen Besuchern nicht die Möglichkeit mehr Content von dir zu bekommen.

Fazit

Es gibt noch etliche weiterer Faktoren, diese jedoch beziehen sich lediglich auf das Design und die Performance – nicht den Inhalt (Content).

Content ist King und Design ist die Queen – Nur zusammen sind diese Komponenten so stark wie nie!

 Willst du auch ein geiles Blog Design, wo sich deine Besucher wohl fühlen?

Hier geht´s zur Lösung

Ich möchte dir noch ein Beispiel geben, vielleicht kennst du diese Story:

Es wurde mal ein Experiment durchgeführt. Bei diesem Experiment haben mehrere Testpersonen ein normal gebratenes Rührei zum Probieren bekommen. Alles war toll, es hat geschmeckt.

Eine weitere Testgruppe hat genau dasselbe Rührei bekommen, mit einem Unterschied:

Das Ei wurde mit einer Lebensmittelfarbe (völlig Geschmacksneutral) blau eingefärbt.

Was meinst du ist passiert?

Genau! Alle ekelten sich vor diesem Ei. Sie probierten es und es schmeckte ihnen nicht. Obwohl es dasselbe Rührei war, war es für die Testpersonen jedoch ein völlig anderes.

Das Auge isst mit

– diesen Spruch kennt jeder.

Deshalb ist es nicht nur wichtig super Content zu schreiben, sondern auch ein geiles Design präsentieren zu können, um das Gesamtpaket abzurunden. Denn ohne ein ansprechendes Design kommt es in 99% der Fälle erst gar nicht erst dazu, dass der Inhalt gelesen wird.

Thrive Box. Willst du auch ein geiles Blog Design, wo sich deine Besucher wohl fühlen?

Was meinst du dazu? Ist dir Design wichtig und klickst du auch Seiten weg, deren Design dich nicht anspricht? Schreib´s in die Kommentare 🙂

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„Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist“

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(12) Kommentare

sash 2015-07-06

Hi,
das ist doch nochmal eine nette Zusammenfassung.
Davon kann ich garantiert einige Dinge mit nehmen.
Aber das mit den Content ist ja schon eine längere Zeit so.
Google liebt Content 😉

Antwort
    Kevin 2015-07-06

    Klar, Google liebt Content. Es geht ja auch mehr darum, Content und Aussehen/Design in Gleichklang zu bekommen. Es ist einfach so, das man Seiten die nicht hübsch aussehen, direkt weg klickt. Da ist es dann egal wie gut der Content ist und wie hoch das Ranking bei Google ist. Das Auge isst bzw liest in dem Fall eben mit 🙂

    Antwort
      Rigo Dade 2015-07-07

      Dann liebt Google aber ebenso „Design“, da die Verweildauer der Besucher ansteigt :).

      Antwort
        Kevin 2015-07-08

        Genau so ises. Zwar spielt das Design für Google keine direkte Rolle, aber indirekt schon, weil Besucher länger da bleiben.

        Antwort
Rigo Dade 2015-07-07

Content ist King und Design ist die Queen und in der Liste liegt das Geld, Killer Nr 10. ist wahrscheinlich der wichtigste Faktor ;).

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso das Design immer so krass unterschätzt wird. Daher finde ich es Gut, dass ihr diesen Punkt anspricht – es zählt nämlich sehr wohl!

Ich persönlich wäre nicht einmal ein zweites Mal in diesem Geschäft gelandet ;).

Auch das Beispiel mit dem verfärbten Essen kenne ich persönlich, ich hatte mal blaue Pancakes und sie schmeckten ekelhaft.

PS: Die Thrive Box funktioniert nicht.

Rigo

Antwort
    Kevin 2015-07-08

    Jap, es wird immer noch unterschätzt. Aber es ist wie es ist. Das Auge „isst“ mit 🙂

    Antwort

Hey Kevin, cooler Artikel. Hat mir gefallen. Anhand der Überschrift konnte ich mir schon ungefähr denken um was es geht. Habe meinen Blog vor kurzem gestartet und erst gestern wieder das Design verändert, damit er ein wenig einladender wirkt. Oder was meinst du?

Macht auf jeden Fall weiter so! LG

Antwort
    Kevin 2015-07-09

    Weiß ja nicht wie es vorher aussah, aber so wie es jetzt ist, kann man sich sehen lassen 🙂

    Antwort
kleinerzwerg 2015-07-12

Hallo.Ihr habt echt schöne beiträge, hab angefangen zu lesen , werd auch noch ne weile brachen bis ich alle durch habe.so muss los ..weiterlesen

Antwort
    Kevin 2015-07-13

    Super, das freut uns ! Dann noch viel Spaß beim durchlesen 🙂

    Antwort
Lukas 2015-08-31

Hi,

sehr gute Tipps und die Faktoren für eine hohe Absprungrate sind nachvollziehbar. Grundsätzlich finde ich das Design ebenso wichtig wie interessante Inhalte, wobei das mit dem Content bei mir ganz unabhängig davon ist, wie lang ein Artikel ist, sondern auch eher damit zu tun hat, ob eben überhaupt Mehrwert geboten wird. Beim Design der Website finde ich eine klare, saubere Übersicht wichtig, zum Beispiel, dass man gegebenfalls nicht minutenlang nach Preisen oder Ähnlichem suchen muss. Alles andere ist glaube ich auch Geschmackssache, was Farben etc angeht, solange sie eben nicht zu grell und ablenkend sind. Bei Crazy4Marketing gefällt mir neben der Übersichtlichkeit besonders die klare Linie beim einheitlichen Farbdesign gut sowie die dezent einfließende Werbung anstatt blinkender Werbebanner.

Antwort
    Kevin 2015-08-31

    Danke dir 🙂

    Ich gebe dir Recht, Content muss nicht immer endlang sein und muss auch nicht immer kurz sein. Es kommt auf das Thema an, welches man im jeweiligen Artikel bearbeitet. Manchmal reicht ein „short Post“ und manchmal muss es eben ein wenig mehr Text sein. Wichtig ist bei beiden Varianten der Inhalt und das man eine Lösung oder einen Tipp bietet. Sicherlich sind Farben Geschmackssache, wobei man sagen muss, das der derzeitige Trend eher in Richtung „schlicht und Pastel-Farben“ geht. Weniger ist manchmal mehr 🙂

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