WordPress.com vs. WordPress.org – Welches ist das richtige für mich und was sind die Unterschiede?

By Alina | WordPress

Nov 09

unterschiede-wordpressWenn du dich schon eine Weile mit dem Thema „WordPress Blog erstellen“ beschäftigst, dann ist dir sicher schon aufgefallen, dass es anscheinend 2-mal WordPress gibt.

WordPress.com und WordPress.org

Aber was ist der Unterschied und welche Variante ist die Richtige für dich?

Für die ganz Schnellen: Wir empfehlen jedem, der mit seiner Webseite Geld verdienen will WordPress.org. Wenn du eine kostenlose Video Anleitung zur Einrichtung willst, dann klick hier.

Kostenlos bloggen auf WordPress.com

WordPress.com ist die all-in-one kostenlose Lösung zum Bloggen.

Auf der Webseite WordPress.com gibst du deine gewünschte Domain ein, deine Email Adresse, einen Benutzernamen und ein Password. Keine Minute später ist dein Blog fertig und du kannst deinen ersten Blog Beitrag veröffentlichen.

Klingt super, oder?

Aber leider gibt es bei dieser Variante ein paar Einschränkungen.

Doch bevor ich dazu komme, erklär ich dir erst einmal, was es mit WordPress.org auf sich hat.

Das kostenlose Betriebssystem für deinen Blog – WordPress.org

WordPress.org liefert dir quasi das kostenlose Betriebssystem für deine Webseite. Damit du aber eine Webseite hast, die übers Internet erreichbar ist, brauchst du noch eine Domain und einen Server /Webhoster.

Diese beiden Komponenten musst du kaufen/mieten. Dafür meldest du dich bei einem Hoster an und buchst ein Hostingpaket.

Wir nutzen schon seit Jahren All-Inkl und sind sehr zufrieden damit. Im kleinsten Paket, welches für den Anfang vollkommen ausreichend ist, zahlst du monatlich 4,95€ und hast 3 Webseiten inklusive.

Dir entstehen bei dieser Variante also Kosten.

Und trotzdem empfehlen wir jedem, der mit seiner Webseite Geld verdienen möchte, WordPress.org zu wählen.


Aber warum etwas bezahlen, wenn‘s auch kostenlos geht?

Ganz einfach, die kostenlose Version hat einige Nachtteile, die dich daran hindern werden ein Business aus deinem Blog zu machen.

 

Nachteile vom kostenlosen WordPress.com:

1. Die URL deiner Webseite endet immer auf .wordpress.com

Unser Blog würde als kostenloser WordPress.com Blog also unter der Adresse www.crazy4marketing.wordpress.com erreichbar sein.

Das ist 1. schlechter zu merken und 2. sieht es nicht sehr professionell aus.

 

2. Du hast nur 3 GB Webspace kostenlos zur Verfügung

Der Webspace ist der Ort, wo alle deine Webseiten Daten gespeichert werden. Sprich die Bilder, die auf deinem Blog sind, alle Blogbeiträge, alle Seiten usw.

Du kannst dir den Webspace wie eine Festplatte vorstellen, auf die du übers Internet zugreifen kannst.

Um einen ungefähren Überblick zu bekommen wie lange du mit 3 GB hinkommst:

Dieser Blog (Crazy4Marketing.de) nimmt zurzeit 5,462 GB Speicherplatz ein und das nach 18 Monaten bloggen (wir haben den ersten Beitrag am 06.05.14 veröffentlicht).

Wir wären also schon lange über die 3 GB hinaus.

Solltest du bei WordPress.com über die 3 GB kommen, musst du auf WordPress.com Premium umsteigen, was dich im Jahr 99€ kostet. Dann hast du 13 GB zur Verfügung.

Zum Vergleich: All-Inkl kostet dich in der kleinsten Version 59,40€ jährlich, wenn du es monatlich bezahlst. Du kannst aber auch jährlich zahlen, dann kostet es dich nur 53,04 fürs ganze Jahr. Und dafür erhältst du 50 GB Speicherplatz.

 

3. Es werden Werbeanzeigen gezeigt auf die du keinen Einfluss hast und an denen du nichts verdienst

Natürlich bietet WordPress.com keine kostenlosen Webseiten an, weil sie so nett sind. Sie wollen auch daran verdienen und haben natürlich auch Kosten.

Deshalb werden auf deinem Blog von Zeit zu Zeit Werbeanzeigen angezeigt.

Du verdienst an diesen Werbeeinblendungen nichts und hast auch keinen Einfluss darauf wo und was angezeigt wird.

Bei einer selbstgehosteten WordPress Installation (WordPress.org) kannst du selbst entscheiden:

  • ob du Werbung anzeigen willst
  • welche Werbung angezeigt wird
  • wo die Werbung angezeigt wird

Und natürlich verdienst du an dieser Werbung.

Viele Webseiten finanzieren sich zum größten Teil oder sogar ausschließlich durch Werbung.

 

4. Du bist sehr eingeschränkt, was die optische Gestaltung angeht

Aktuell gibt es bei WordPress.com 193 kostenlose Themes.

WordPress.com Anzahl kostenloser Themes

 

Ein Theme ist für die Optik deiner Webseite zuständig. Es bestimmt wo deine Texte angezeigt werden, welche Schriftart verwendet wird, wie das Menü aussieht und wo es platziert ist, wie deine Seitenleiste (Sidebar) aussieht und wo sie angezeigt wird (links oder rechts) und vieles mehr.

Natürlich kannst du jetzt sagen „193? Das reicht doch vollkommen!“. Und ja, es klingt nicht gerade wenig, allerdings werden laut WordPress.com jeden Tag Zehntausende neue WordPress Webseiten erstellt. (Quelle: https://wordpress.com/activity/)

Das es dann viele Webseiten mit derselben Optik gibt ist sicherlich abzusehen.

Zum Vergleich: In der Theme Directory von WordPress.org gibt es heute 2.107 kostenlose Themes – und es werden jeden Tag mehr.

WordPress.org Anzahl kostenloser Themes

Außerdem gibt es noch tausende (bei Envato alleine gibt es 5.768) premium Themes für den selbstgehosteten WordPress Blog.

Zusätzlich kannst du bei einem selbst gehosteten WordPress.org optisch alles an deiner Webseite anpassen.

Wirklich alles.

Bei der kostenlosen Variante WordPress.com hast du diese Möglichkeit nicht.

 

5. Du kannst Google Analytics nicht nutzen

Google Analytics ist ein kostenloses Tool mit dem du alles Mögliche auf deiner Webseite tracken kannst, wie zum Beispiel:

  • Woher deine Webseiten Besucher kommen
  • Wie lange sie auf deiner Webseite bleiben
  • Welche Webseiten wie häufig aufgerufen werden
  • Woher deine Besucher kommen
  • Auf welcher Seite sich aktuell wieviele Besucher befinden

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Es ist ein sehr mächtiges Werkzeug und jeder Blogger sollte sich besser früher als später damit beschäftigen.

 

6. Und last but not least – du kannst keine Plugins installieren

Plugins sind super mächtig. Es sind Erweiterungen mit denen du deine Webseite um viele Funktionen erweitern kannst.

Bei WordPress.com gibt es eine Handvoll vorausgewählter Plugins, die du benutzen kannst.

Aber du kannst nicht weitere dazu laden. Als hättest du ein Spar-iPhone auf dem du nur 15 Apps aus einer vorgegebenen Auswahl nutzen kannst.

WordPress.org bietet in der Directory aktuell 41.163 Plugins und nochmal tausende bei externen Anbietern.

Um dir einen kleinen Einblick zu geben, wofür du Plugins nutzen kannst, hier mal eine kleine Liste der Plugins, die wir nutzen:

Natürlich ist das nur ein Auszug der Plugins, die wir nutzen, aber du bekommst hoffentlich eine Vorstellung.


Wer sollte trotzdem einen WordPress.com Blog nutzen?

Das waren sehr viele Punkte, die gegen einen kostenlosen WordPress.com Blog sprechen. Allerdings gibt es in meinen Augen auch einige Menschen, die diese Version nutzen sollten.

Ich würde jedem der einen privaten Hobby Blog starten will WordPress.com empfehlen, wenn er kein Geld ausgeben will. Allerdings nur, wenn derjenige nicht einen einzigen Cent mit dem Blog verdienen möchte.

Auch Menschen, die einen reinen Familien Blog erstellen möchten und das möglichst günstig, sind bei WordPress.com gut aufgehoben.

Zusätzlich können Leute die sich aktuell keine zusätzlichen Ausgaben leisten können, aber unbedingt einen Blog starten möchten, mit WordPress.com starten. Aber ich würde eher dazu raten zu schauen, ob man sich die 5€ pro Monat nicht doch irgendwie leisten kann. (Z.B. eine Schachtel Zigaretten weniger pro Monat 😉 )

 

Fazit:

Wir würden jedem, der sich einen professionellen Blog / Webseite aufbauen will immer dazu raten eine selbstgehostete WordPress.org Webseite aufzusetzen.


Gerade wenn du dir ein Blog Business aufbauen willst oder auch nur in irgendeiner Weise Geld mit deiner Webseite verdienen möchtest, dann wähle auf jeden Fall WordPress.org.

Und jetzt würde ich gerne von dir wissen:

Hast du schon Erfahrungen mit WordPress.org oder WordPress.com sammeln können?

Und wenn du schon eine der Varianten gewählt hast, für welche hast du dich entschieden und warum?

About the Author

2013 hat Alina ihren Job in der Gastronomie an den Nagel gehängt, weil sie raus aus dem Hamsterrad wollte und endlich ihr eigener Chef sein. Seitdem hat sie viele Wege ausprobiert um online Geld zu verdienen. Einige erfolgreich und einige weniger erfolgreich ;-) Es ist ihr eine Herzensangelegenheit Menschen, die sich ein profitables online Business aufbauen wollen, unter die Arme zu greifen.

Hinterlasse uns deine Gedanken:

(4) Kommentare

andi 2015-11-09

Naja, wenn man ein wenig „professionell“ sein möchte solle man keinen von beiden nehmen.
Hoste deinen Blog auf deinen eigenen Webspace, dann hast du keine Sorgen mehr und kannst alles machen was du möchtest.
LG

Antwort
    Alina 2015-11-09

    Hi Andi,

    ich glaube du hast da was falsch verstanden 😉 . Wenn man sich für WordPress.org entscheidet, dann benötigt man einen eigenen Webspace und hostet die Webseite selbst. Genauso, wie du es auf deiner verlinkten Webseite gemacht hast 😉 . Deine Webseite ist bei Alfahosting gehostet und unsere bei All-Inkl.

    Das ist also die professionelle Art.

    Liebe Grüße,
    Alina

    Antwort
Daniel 2016-03-08

Hi, ich benutze seit wenigen Monaten die WordPress.org Webseite. Für mich war klar wenn ich schon viele Stunden Arbeit reinstecke dann will ich auch ein bisschen Erfolg sehen.
Mein Gedanke war das ich die monatlichen 5 – 10 Euro Kosten für All inkl. schon irgendwie wieder reinbekommen werde. Und jetzt nach fast einem halben Jahr kann ich sagen das es die richtige Entscheidung war.

Die Rankings passen zumindest von meinem ersten Blog und ich habe im Schnitt 200 Besucher pro Tag. Das schlimmste ist das warten. Du kannst alles machen was du willst, gutes Seo, Backlinks super Content, das ist Basic. Und nun musst du warten…oft gelesen nicht geglaubt. Aber es ist so….

Viele Grüße

Antwort
    Alina 2016-03-08

    Hi Daniel,

    gute Entscheidung 😉

    Gerade bei frischen Webseiten ist es wichtig, dass man ganz gezielt Traffic aufbaut. Sonst muss man, wei du schon sagst, laaange warten und hoffen, dass man irgendwann gute Google Rankings hat. Und selbst dann sollte man sich nicht nur auf Google verlassen 😉

    Liebe Grüße,
    Alina

    Antwort
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