Schreibe immer einfach, sonst verlierst du eine Menge Geld!

By Alina | Content Marketing

Aug 05

so-schreibst-du-gute-Blog-PostsGehörst du zu den Menschen, die denken wenn sie große komplizierte Fachausdrücke verwenden, dass sie dann intelligenter klingen?

Wenn ja, dann ist mein Tipp für dich: LASS ES SEIN!

Insider reden anders

Aber auch, wenn du nicht willentlich komplizierte Fachausdrücke benutzen willst, dann bleibt das häufig nicht aus.

Gerade wenn du dich intensiv mit einem Themengebiet auseinandersetzt, verwendest du automatisch Fachausdrücke, das ist ganz natürlich. Es ist dir sicher auch schon einmal aufgefallen, wenn du zum Beispiel mit einem Arzt redest, oder einem Segler oder einem Golfer oder oder oder, sie reden einfach anders und verwenden Wörter, die für Außenstehende keinen Sinn ergeben.

In jedem Themengebiet (Nische) gibt es gewisse Fachausdrücke, die sich für denjenigen, der sich in der Nische bewegt ganz normal anhören.

In meinem vorherigen Leben hab ich in einem Hotel gearbeitet, da waren Begriffe wie „abspannen“ „eindecken“ „Rechaud“ „Amuse-Gueule“ an der Tagesordnung.

Heute verlassen Wörter wie „Leads“ „Traffic“ „Landing Page“ „Conversion“ meinen Mund.

All diese Fachausdrücke hören sich für mich vollkommen normal an, aber wenn ich in Gegenwart von Menschen außerhalb meiner Nische mit diesen Begriffen um mich schmeiße, werde ich angesehen, als würde ich chinesisch sprechen.

Ich denke vielen ging es am Anfang auch so, das sie Texte übers online Marketing auf Blogs gelesen haben und aus jedem zweiten Satz ein Wort googeln mussten, mir ging es zumindest anfänglich so.

Das macht nicht nur das Lesen unglaublich anstrengend, sondern den Autor auch nicht gerade sympathischer.

 

Der Fluch des Wissens

Ach ist das nicht schön, es gibt sogar einen Fachausdruck dafür, wer hätte das gedacht 😉 .

The curse of knowledge“ zu Deutsch „Der Fluch des Wissens“ ist eine kognitive Verzerrung (Kognitive Verzerrung ist ein kognitionspsychologischer Sammelbegriff und die Kognitive Psychologie beschäftigt sich mit der Analyse der menschlichen Informationsverarbeitung.

Im Allgemeinen geht es bei kognitiven Prozessen immer um mentale Vorgänge und die Verarbeitung von Informationen, die es ermöglichen, das Wahrgenommene und Gedachte zu verarbeiten.).

Einfach ausgedrückt beschreibt „Der Fluch des Wissens“, das sobald du etwas weißt, es für dich unmöglich ist sich vorzustellen, es nicht zu wissen.

Du leidest unter dem „Fluch des Wissens“, wenn du Dinge weißt, die andere Menschen nicht wissen und du vergessen hast wie es war dieses Wissen nicht zu haben. Das macht es dir unglaublich schwer dich in die Situation anderer Menschen zu versetzen und ihnen Dinge so einfach zu erklären, dass es jeder Anfänger in der Nische versteht.

Du nimmst also an, dass andere Menschen das wissen, was du weißt und diese kognitive Verzerrung lässt dich glauben, dass dich die Menschen besser verstehen, als sie es eigentlich tun. Dies passiert unterbewusst.

 

Ja aber warum ist das jetzt ein Problem für mich?

Naja es ist so, wenn dich andere Menschen nicht verstehen, weil sie nicht das Wissen haben, was du hast, dann wirkt sich das negativ auf deine Verkaufszahlen aus. Denn wie soll jemand verstehen, dass das Produkt, was du ihm anbietest, das Wissen enthält was er benötigt, wenn du dir nicht einmal vorstellen kannst, das Wissen nicht zu haben?

Und nicht nur beim Verkaufen von Produkten ziehst du den Kürzeren, wenn du vom Fluch betroffen bist, sondern auch wenn du Wissen gegen Geld vermittelst. Das kann in Form von Coachings, Digitalen Infoprodukten wie Video Kursen oder in Form eines Buches sein. Wenn dein Kunde das Wissen, was du ihm versuchst zu vermitteln nicht versteht, dann ist in seinen Augen dein Produkt schlecht. Und ein schlechtes Produkt ist die schlechteste Werbung überhaupt.

Letzten Endes ist es so, dass es deine Aufgabe ist dich mental zurück zu versetzten ist die Zeit, als du dein Wissen noch nicht hattest um anderen Menschen dieses Wissen vermitteln zu können. Denn wenn du es mit deinen jetzigen Worten sagst, dann werden sie dich nicht verstehen. Und wie schon erwähnt: Das schlimmste was dir passieren kann ist, das dein Kunde dich nicht versteht!

 

Das Problem an dem „Fluch des Wissens“ ist, das es so unglaublich schwierig ist sich vorzustellen, das was man weiß nicht zu wissen.

Aber, die wahren Meister des Verkaufens und Unterrichtens sind die, die komplizierte Vorgänge so einfach erklären können, dass sie jeder versteht und diese Menschen sind auch am sympathischsten.

 

Also wie wirst du ihn los, den „Fluch des Wissens“?

Das schöne ist, jetzt wo du von ihm weißt, hast du schon einmal den ersten Schritt getan und dir wird es ab jetzt immer auffallen, wenn jemand vom Fluch befallen ist 😉 . Damit du deinen Fluch los wirst habe ich ein paar Schritte für dich:

Schritt #1

Damit du deine Botschaft so einfach wie möglich kommunizieren kannst, solltest du dich immer fragen „Kann ich das noch einfacher ausdrücken?“ „Hätte ich das vor ein paar Jahren verstanden?“ oder du versuchst deine Botschaft fiktiv an dich zu richten, als du dein heutiges Wissen noch nicht hattest (das versuche ich immer).

Schritt #2

Zusätzlich kannst du Verwandten oder Freunden versuchen dein Wissen zu vermitteln, diese werden dir eher sagen, wenn sie etwas nicht verstehen, als Fremde das tun würden.

Zur Vorbereitung meines Videos „SEO für Anfänger – So funktioniert Google“ habe ich meiner Mutter versucht zu erklären wie Google funktioniert. Das war schwieriger als ich dachte, da ich Wörter wie „Ranking“ „Backlinks“ „SEO“ „Rankingfaktoren“ „Index“ „Crawler“ erst einmal erklären musste. Aber diese Vorbereitung hat sich gelohnt, weil ich im Anschluss genau wusste wo ich ansetzen muss und mit welchen Wörtern ich es zu erklären habe, damit es ein Anfänger versteht.

Mein Tipp: Verwende die Wörter, die deine Zielgruppe verwendet.

Beispiel: Wenn du ein Webdesigner bist und hauptsächlich für offline Kunden Webseiten aufsetzt, dann wird der potenzielle Kunde nicht fragen ob die Webseite „mobile Response“ sein wird, sondern ob die Webseite vom Smartphone aufgerufen werden kann. Deshalb solltest du im Verkaufsgespräch unbedingt in der Sprache deiner Kunden sprechen. Das gilt natürlich auch für online Verkaufsseiten oder Emaileinsammelseiten (Landing Pages / Squeeze Pages).

Spreche in der Sprache deiner Zielgruppe!

Schritt #3

Sei aufmerksam für die Probleme deiner Zielgruppe. Wo hapert es? Was verstehen sie nicht? Welches Wissen fehlt ihnen um deinen Wissensstand zu erreichen? Dazu können Foren und Facebook Gruppen eine wahre Fundgrube sein.

Zusätzlich solltest du die Reaktionen deiner Leser genau analysieren. Wo haken sie nach? Was haben sie nicht verstanden? Diese Reaktionen findest du zum Beispiel in Kommentaren oder du kannst ganz gezielt dazu aufrufen dich zu kontaktieren, wenn sie etwas nicht verstanden haben, beispielsweise per E-Mail.

Nimm dir diese Reaktionen zu Herzen und versuche deine Botschaft so zu überarbeiten, dass diese Verständigungsprobleme gar nicht erst auftauchen.

Fazit:

Das Problem an dem „Fluch des Wissens“ ist, das es unterbewusst geschieht. Deshalb muss man sich immer wieder klar machen, dass dieses Problem existiert. Sonst werden dich die Menschen mit denen du kommunizierst nicht verstehen und Menschen die dich nicht verstehen, kaufen auch nichts von dir!

Jetzt würde ich gerne von dir wissen:

hattest du schon einmal eine Situation in der dir jemand versucht hat etwas zu erklären, du ihn aber einfach nicht verstanden hast, weil er in Worten gesprochen hat, die keinen Sinn für dich machten?

Oder hast du sogar schon einmal erlebt, dass du versucht hast jemandem etwas zu erklären und einfach nicht verstehen konntest, dass er es nicht begreift?

Schreib es mir in die Kommentare, ich bin sehr gespannt 😉

About the Author

2013 hat Alina ihren Job in der Gastronomie an den Nagel gehängt, weil sie raus aus dem Hamsterrad wollte und endlich ihr eigener Chef sein. Seitdem hat sie viele Wege ausprobiert um online Geld zu verdienen. Einige erfolgreich und einige weniger erfolgreich ;-) Es ist ihr eine Herzensangelegenheit Menschen, die sich ein profitables online Business aufbauen wollen, unter die Arme zu greifen.

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(1) comment

Gina Neumann 2016-11-12

Toller Artikel, danke … Ich persönlich bin einmal grandios daran gescheitert einem Kunden eine gute Webseite zu bauen, die auch mobil funktioniert. Obwohl der Kunde das ausdrücklich gewünscht hat ( er sprach immer von moderner Website). Das von ihm geliefert Design war aber alles andere als für Smartphones geeignet 😉 … Ich bin schlicht daran gescheitert, dass der Kunde zwar ein Smartphone besitzt es aber nicht für das suchen im Internet benutzt … Ich hab das total unterschätz, das jemand glaubt etwas haben zu wollen, aber überhaupt nicht versteht warum und was das letztendlich konkret bedeutet …
Oder anders ausgedrückt: komplett aneinander vorbei geredet. Der Kunde dachte er versteht das und für den Rest hat er mich und ich hab gedacht, wenn er das will, muss er ja wissen er wovon er redet … 😉 … Ich hätte einfach mal STOP rufen müssen, so funktioniert das nicht.

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